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Bestimmung der Größe des Ausfallfonds

Bestimmung der Größe des Ausfallfonds

Ein Hauptelement der Stresstests ist, zu validieren, dass die vorhandenen finanziellen Ressourcen ausreichend sind. Die geltenden minimalen Standards für die Größe des Ausfallfonds sind in den „European Market Infrastructure Regulations“ (EMIR, Kapitel 3, Artikel 42 ff.) geregelt, und werden in den von der ESMA herausgegebenen regulatorisch-technischen Standards weiter ausgeführt. Diese setzen voraus, dass die eingelieferten finanziellen Ressourcen den zeitgleichen Ausfall der zwei Clearing-Mitglieder und deren Tochtergesellschaften abdecken, welche die größten Kreditausfälle in extremen aber plausiblen Marktbedingungen darstellen. Diese minimale Größe des Ausfallfonds wird als „Cover-2“-Anforderung bezeichnet. Das Clearing-Mitglied und seine Tochtergesellschaften werden als „Clearer-Gruppe“ bezeichnet.

  • Die tatsächliche Größe des Ausfallfonds umfasst den Beitrag jedes Clearing-Mitglieds, welcher das Maximum aus einer statischen und einer dynamischen Komponente darstellt. Die Beiträge werden so kalibriert, dass die „Cover-2“-Anforderung erfüllt wird und ein zusätzlicher Puffer verfügbar ist, um Marktbewegungen zu glätten. Die aktuellen Werte der statischen und dynamischen Komponente werden regelmäßig überprüft und können unter Ausfallfonds eingesehen werden.
  • Während die tatsächliche Größe des Ausfallfonds monatsweise kalibriert wird, wird seine Abdeckung auf täglicher Basis überprüft. Dies geschieht durch Vergleich der tatsächlichen „Cover-2“-Anforderungen mit der kalibrierten Größe des Ausfallfonds. Quantitative Informationen zu beiden können in den CPMI-IOSCO quantitativen Offenlegungsvorschriften nachgesehen werden. Um Überschreitungen zu verhindern, werden direkt risikomindernde Maßnahmen eingeleitet.